RWE Zukunftspreis für Nachwuchsforscher

Kategorie: Karriere-News | Quelle/Autor: RWE | Datum: 26. 11. 2009 |

Erstmals wurde in diesem Jahr der RWE Zukunftspreis verliehen. Damit zeichnete RWE vier Nachwuchs-akademiker für ihre herausragenden wissenschaft-lichen Arbeiten zum Thema „Energieversorgung der Zukunft“ aus. In feierlichem Rahmen überreichte Alwin Fitting, RWE Vorstandsmitglied und Schirmherr des Zukunftspreises, am 5. November in der Essener Philharmonie die Preise in den beiden Kategorien Dissertation und Abschlussarbeit.


In der Kategorie Dissertation hatte Dr. Martin Wolter von der Leibniz Universität Hannover die hochkarätig besetzte Jury überzeugt. Seine Arbeit zum Themenfeld Zustandsidentifikation von Verteilnetzen gilt als wegweisend und wurde mit 20.000 € honoriert. Trotz aller Freude vergaß der Preisträger nicht, auf einen wichtigen Nebeneffekt des Preises hinzuweisen: „Die RWE ermöglicht es mit diesem Zukunftspreis auch den Universitäten zu zeigen, dass sie keine Forschung im Elfenbeinturm betreiben, sondern etwas Praxisrelevantes machen.“


In der Kategorie beste Abschlussarbeit gab es gleich zwei erste Plätze. Pascal Dresselhaus, Fachhochschule Südwestfalen, Standort Soest, überzeugte mit seiner Diplomarbeit über Kommunikationsprotokolle für Windenergieanlagen. Mit ihm teilt sich Sebastian Göke, TU Berlin, den Platz ganz oben auf dem Treppchen. Er entwickelte in seiner Diplomarbeit ein neues Verfahren, die Verbrennung in Gasturbinen effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Emissionen zu reduzieren. Beide Absolventen freuen sich über jeweils 6.000 €. Der dritte Platz in der Kategorie Abschlussarbeit ist mit 3.000 € dotiert und ging an Johannes Schwippe, TU Dortmund, für seine Diplomarbeit über ein neues Verfahren zur probabilistischen Lastflussrechnung. Er besetzt damit ein Thema von wachsender Bedeutung und entwickelt Ansätze für ein eigenes Verfahren für Netzplanung und Netzbetrieb.


Insgesamt hatten über 60 Absolventen ingenieurwissenschaftlicher und naturwissenschaftlicher Studiengänge ihre Arbeiten zur Begutachtung eingereicht. „Dass der RWE Zukunftspreis bereits bei dieser ersten Ausschreibung auf so große Resonanz gestoßen ist, hat mich sehr gefreut. Es zeigt, dass wir mit dieser neuen Förderinitiative auf dem richtigen Weg sind“, konstatierte Brigitte Rackow, Projektleiterin des RWE Zukunftspreises. Eine hochkarätig besetzte unabhängige Jury aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Journalismus bewertete die Arbeiten. Mitglieder der Jury waren Dr. Frank-Detlef Drake, Leiter F&E der RWE AG, Dr. Joachim Nitsch, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Prof. Dr. Reinhard Hüttl, Präsident des Deutschen GeoForschungsZentrums, Prof. Dr.-Ing.habil. Dagmar Schipanski, Präsidentin des Thüringer Landtags, Dr. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft und Rudolf Schulze, Chefredakteur der VDI-Nachrichten.


Dem Thema der diesjährigen Ausschreibung „Energieversorgung der Zukunft“ entsprechend, mussten die eingereichten Arbeiten mindestens einen der folgenden Themenkomplexe behandeln: Klimaschonende Stromerzeugung, zukunftsweisende Netztechnologien, intelligente Energieanwendung. Dr. Frank-Detlef Drake, Leiter Forschung und Entwicklung der RWE AG, zeigte sich begeistert von der Vielfalt der eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten: „Es war alles dabei, von globalen Erdgasmärkten über regenerative Erzeugung, zum Beispiel Wind- und Wellenenergie. Von konventionellen Kraftwerken und Optimierungen dort, bis hin zu Netzen. Berühmtes Thema hier: Smart Grid. Das sind alles Themen, die uns hier im Unternehmen wirklich tagtäglich beschäftigen.“ Der RWE-Zukunftspreis wird künftig alle zwei Jahre mit einem aktuellen Thema neu ausgeschrieben. Eine erneute Auslobung ist für das Jahr 2011 vorgesehen.