Smart City: Spitzenreiter Hamburg

Kategorie: Top-Thema | Quelle/Autor: Bitkom/Euwid/EnergyRelations | Datum: 23. 10. 2019 |

Hamburg ist unter 81 Großstädten die smarteste Stadt Deutschlands. Das geht aus dem aktuellen „Smart City Index“ zum Thema Digitalisierung des Branchenverbandes Bitkom hervor. Wichtigster Wegbereiter für die intelligente Stadt der Zukunft sind kommunale Stadtwerke, Netzbetreiber und Energieversorger mit ihren neuen und digitalen Energielösungen.

Im Smart City Index 2019 rangiert die Hansestadt mit deutlichem Abstand ganz oben im Ranking. Punkten konnte Hamburg insbesondere im Bereich Energie und Umwelt mit Smart Waste, intelligenten Ampelanlagen und Ladeinfrastrukturen für eMobilität. Hinter dem Erstplatzierten liegen Karlsruhe und Stuttgart auf den Plätzen 2 und 3. Dicht dahinter folgt Berlin und München. Heidelberg, Bonn, Köln, Dortmund und Darmstadt schafften es ebenfalls unter die Top10. Bewertet hat Bitkom die Digitalisierungsreife der Städte in fünf Themenbereichen: Energie und Umwelt, Mobilität, Verwaltung, IT- und Telekommunikationsstruktur sowie Gesellschaft. Dabei ging es u.a. um Sharing-Angebote für Mobilität, emissionsfreie Paketzuststellung, Breitbandverfügbarkeit und Online-Bürger-Services.

Vorreiter Digitalstadt Darmstadt

Immer mehr deutsche Städte und Kommunen machen sich auf den Weg ins digitale Zeitalter und entwickeln Strategien oder gründen Agenturen, um die Digitalisierung aktiv zu gestalten. Der Startschuss für den digitalen Aufbruch fiel 2017 in Darmstadt, als Bitkom und der Deutsche Städte- und Gemeindebund nach den innovativsten Smart-City-Konzepten suchten. Jenseits der großen Metropolen gehört die hessische 160.000-Einwohner-Stadt in punkto Energie und Umwelt nach wie vor zu den Vorreitern wie das Projekt „City Tree“ für smarte Luftreinhaltung beweist.

Stadtwerke als Manager von Smart Cities

Kommunale Stadtwerke, Netzbetreiber und Energieversorger gelten als wichtige Wegbereiter für die Smart City. Sie entwickelten sich immer mehr zu "Managern von Smart Cities". Und dies aus gutem Grund: Schließlich gelten Energielösungen als Wachstumstreiber in der vernetzten Stadt und Kommune der Zukunft. Die Nachfrage bei Energiekunden nach digitalen Lösungen steigt enorm. Ihr Umsatzvolumen wächst nach einer Einschätzung der Strategie- und Unternehmensberatung Arthur D. Little  (ADL) und eco – Verband der Internetwirtschaft bis 2022 auf 3,5 Mrd. €, nach rund 1,4 Mrd. € im Jahr 2017. Der größte Treiber des Wachstums im Smart City Segment Energie sind dabei Smart Grids, aber auch Mobilitätskonzepte und Quartierslösungen. Dabei unterstützen meist Start-ups und universitäre Forschungseinrichtungen als auch etablierte Industriepartner: Gemeinsames Ziel, neue zukunftsfähige Smart-City-Geschäftsmodelle zu pilotieren und umzusetzen.

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