Verantwortung für den Klimaschutz

Kategorie: Top-Thema | Quelle/Autor: EnergyRelations/INDEX | Datum: 05. 07. 2019 |

Der Anteil „klimarelevanten Stellenangebote“ steigt: Erneuerbare Energien, die Energetische Gebäudesanierung oder Dienstleistungen rund um Klima- und Umweltschutz bieten vielseitige Berufsfelder. Rund 1,5 Millionen Beschäftige arbeiten im Bereich Klima- und Umweltschutz in Deutschland. Sowohl im öffentlichen Dienst als auch in der freien Wirtschaft werden Fachleute gesucht. Beispiel: Klimaschutzmanager/-innen.

2019 scheint das Jahr für den Klimaschutz zu werden! Spätestens seit der Europawahl, seit Schüler bei „Fridays of Future“ demonstrieren und seit die Klimafrage zum Wahlkampfthema geworden ist, ist Klimaschutz auch auf dem Arbeitsmarkt neu angekommen. Der Anteil der klimarelevanten Stellenangebote am Gesamtstellenmarkt lag im ersten Quartal 2019 bei 0,8 Prozent, ein Anstieg der Jobofferten nach INDEX um 52 Prozent gegenüber 2017. An der Spitze liegen mit 32 Prozent die technischen Berufe wie Ingenieure, Konstrukteure und Architekten – gefolgt von der Berufsgruppe Bauwesen, Handwerk und Umwelt.

Klimaschutz als Jobmotor

Der Klimawandel ist Realität - endlich geht auch die Regierung in die Offensive.Das Bundesumweltministerium hat einen konkreten Entwurf für ein Klimaschutzgesetz vorgelegt und die Kampagne #keinAber beim Klimaschutz zeigt, wie hierzulande Arbeitsplätze und Zukunftstechnologien vom Klimaschutz profitieren. Rund 1,5 Millionen Beschäftigte waren 2017 im Bereich Klima- und Umweltschutz tätig, so die BMU-Studie „Wirtschaftsfaktor Umweltschutz“. Danach arbeiten die meisten Beschäftigten (573.000) in der Energetischen Gebäudesanierung, 539.000 bieten Dienstleistungen rund um Klima- und Umweltschutz an, die Erneuerbaren Energie zählen 317.000 Angestellte und 85.000 Beschäftigte kümmern sich um die Produktion von Klimaschutzgütern.

Der Bedarf an Klima-Experten im öffentlichen Dienst und der freien Wirtschaft wächst weiter. Insbesondere die Zahl der Unternehmen, die auf der Suche nach Klima- und Umweltschutzexperten sind, steigt (+36 Prozent gegenüber 2017). Aktuelle städtebauliche Investitionen in Smart-City-Projekte und in Green Buildings, also den Bau umweltschonender und ressourceneffizienter Gebäude bis hin zur Dachbegrünung, bringen zusätzlichen Schwung in den Arbeitsmarkt. Neben Architekten und Konstrukteuren werden hierzu Projektmanager für die Projektbetreuung gesucht.

Klimaschutzmanager als Werbebotschafter gegen den Klimawandel

Wer auf der Suche nach einem Job im Bereich Klimaschutz ist, der findet in den Jobportalen reichlich Stellenanzeigen von Klimaschutzmanagern (w/m/d). Sie agieren bei Ministerien, Städten und Kommunen als Schnittstelle zwischen Politik, Industrie und Handwerk Umweltprojekte: managen Umweltprojekte, stellen Qualitätsstandards sicher oder CO2-Bilanzen auf und koordinieren Finanzierungen. Mal geht es dabei um erneuerbare Energien und Windparks, um Energie-Audits von Industrieanlagen oder um Energiehäuser sowie klimagerechte Verkehrsinfrastrukturen.

Um Klimaschutzbeauftragter/-manager zu werden ist ein Studium in Bereichen wie Geo- und  Umweltwissenschaften, im Umweltingenieurwesen, in der Energie- und Umwelttechnik oder der Architektur sowie dem Bauingenieurwesen hilfreich. Einen Bachelor-Studiengang Klimaschutz bietet u.a. die TH Bingen an. Auch wenn der Job viel organisatorische Arbeit beinhaltet, ist man in erster Linie Ansprechpartner in allen offenen Fragen zum Thema Klimaschutz. Und dafür braucht man gute Kommunikationsfähigkeiten. Know-how in der PR- und Öffentlichkeitsarbeit ist von Vorteil, denn schließlich sind Klimaschutzmanager zugleich „Werbebotschafter gegen den Klimawandel“.