Männerdomäne: Führung in der Energiewirtschaft

Kategorie: Top-Thema | Quelle/Autor: PwC | Datum: 10. 07. 2018 |

Frauen in Führungspositionen sind in der Energiewirtschaft weiterhin eine Seltenheit. Laut einer von PwC durchgeführten Untersuchung liegt ihr Anteil aktuell bei rund 12 %, ein Anstieg von zwei Prozentpunkten gegenüber 2014. Besonders auf Vorstands- und Geschäftsleitungsebene sind Frauen immer noch die Ausnahme. Firmen der Branche Erneuerbare Energien überzeugen hingegen mit dem größten Frauen-Zuwachs.

Frauen haben es weiterhin schwer, in die Chefetagen der Wirtschaft zu kommen – die Energiebranche ist da keine Ausnahme. Der Anteil der Frauen in Führungspositionen liegt dort derzeit bei zwölf Prozent. Das entspricht einer Zunahme um zwei Prozentpunkte im Vergleich zur PwC Voruntersuchung in 2014. Etwa jede vierte fachliche Leitung in der Energiebranche ist von einer Frau besetzt. Damit ist ihr Anteil im Vergleich zu 2014 nahezu gleichgeblieben. Es dominieren Tätigkeitsbereiche wie Personalführung (41 Prozent) und Werbung/Marketing/Presse (40 Prozent). In der Datenverarbeitung sind nur sieben Prozent der Führungskräfte Frauen, in der Technischen- und Fertigungsleitung nur zwei Prozent, um die Firmenstrategie kümmern sich nur zu 18 Prozent auch Frauen. Zudem beziehen sich die Werte vor allem auf das mittlere Management. Im Top-Management dagegen liegt der Frauenanteil selbst bei Personal und Marketing lediglich bei einem Prozent.

Im Bereich der Erneuerbaren Energien ist die Entwicklung etwas dynamischer als in der Branche insgesamt. Zwar ist auch hier nur jede vierte fachliche Leitung weiblich, aber ihr Anteil ist im Vergleich zu 2014 um vier Prozentpunkte gestiegen. Insgesamt hat sich die Zahl der weiblichen Chefs im Bereich der Erneuerbaren Energien um drei Prozentpunkte erhöht.

Positionen im Aufsichts- und Verwaltungsrat werden in der Energiewirtschaft eher durch Frauen besetzt als Vorstandsposten: Ihr Anteil ist um zwei Prozentpunkte auf 13 Prozent gestiegen. Für Aufsichtsräte von rund 100 börsennotierten Unternehmen liegt der gesetzlich vorgeschriebene Frauenanteil bei 30 Prozent – und wird auch erreicht. Davon ist die Energiebranche noch weit entfernt.

Große Firmen haben eine bessere Quote als kleinere. Am höchsten ist der Frauenanteil in Aktiengesellschaften: Hier liegt er bei 14 Prozent, bei GmbHs bei zwölf Prozent und bei Genossenschaften nur bei vier Prozent. Bis in den Vorstandsvorsitz geschafft haben es Dr. Marie-Luise Wolff von der Entega AG und Maria Moraeus Hanssen bei der DEA Deutsche Erdoel AG sowie Marion Rövekamp bei der EWE AG. Zwei weibliche Vorstandsmitglieder hat die Uniper Global Commodities SE. Doch Frauen in Vorständen von deutschen Unternehmen sind nach wie vor selten: Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ermittelt seit Jahren gleichbleibend acht Prozent bei den 200 umsatzstärksten Firmen, bei den DAX 30 immerhin 13 Prozent. Die Energiebranche bleibt noch dahinter zurück: Nur fünf Prozent der Vorstandsmitglieder sind Frauen.

Die hier vorliegenden Ergebnisse stammen aus einer aktuellen Untersuchung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Weitere Informationen finden Sie auf:

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