Mehr Beschäftigung bei Erneuerbaren Energien

Kategorie: Top-Thema | Quelle/Autor: BMWi/IRENA | Datum: 11. 04. 2018 |

Fast 10 Millionen Menschen arbeiten weltweit in der Branche der Erneuerbaren Energien. Global sorgte dabei die Solarenergie für die meisten Jobs. Die Anzahl der Angestellten stieg im Solarsektor um zwölf Prozent auf 3,1 Millionen. Anders in  Deutschland: Hier war es die Windenergie, die auf 160.200 Jobs zulegte. In der Solarenergie mit gerade mal 45.200 Menschen ist immer noch ein Rückgang der Beschäftigung zu beobachten.

In den vergangenen vier Jahren hat sich die Zahl der globalen Arbeitsplätze im Solar- und Windbereich dank sinkender Kosten und staatlicher Förderprogramm mehr als verdoppelt. Laut Studien der International Renewable Energy Agency (IRENA) kommt die Branche der Erneuerbaren Energien auf fast 10 Millionen Beschäftigte. 62 Prozent aller Jobs sind in Asien zu finden. Die meisten Arbeitsplätze gibt es nach Angaben von IRENA mit 3,61 Millionen in China, gefolgt von den USA, Indien, Japan und Deutschland.

EE-Jobs in Deutschland

Hierzulande waren im Jahr 2016 rund 338.600 Personen im Bereich erneuerbare Energien beschäftigt. Das sind 10.000 mehr als noch im Vorjahr. Zugpferd ist vor allem die Windbranche. Damit hat sich seit dem Jahr 2000 die Zahl der Arbeitsplätze mehr als verdreifacht: Damals waren es 106.700. So das Ergebnis einer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Auftrag gegebenen Studie.

Treiber Windenergie

Mit 160.200 Jobs zählt die Windbranche fast die Hälfte aller Erneuerbaren-Beschäftigten und ist die stärkste EE-Einzelbranche. 133.000 Arbeitsplätze sind es im Onshore-Sektor mittlerweile, 27.200 Jobs bietet die Windenergie auf See. Somit verzeichnet die Windbranche seit 2011 einen Zuwachs an Beschäftigen von mehr als 50.000. Zum Vergleich: Geothermie zählt 20.300 Beschäftigte und die Wasserkraft knapp 7.300.

Strukturwandel in der Solarbranche.

Während Biomasse mit 105.600 Beschäftigten auf Platz 2 im Ranking rangiert, ist die Solarbranche weit von ihrer Bestmarke im Boomjahr 2011 mit 150.000 Jobs entfernt. Die Photovoltaik als ehemals teuerste Technologie beansprucht zwar etwa die Hälfte der jährlichen Subventionen, zählt hingegen aber nur 45.200 Beschäftige. Ein ganz anderes Bild zeigt sich dagegen in den USA, wo fast jeder 50. neue Job im gesamten US-Arbeitsmarkt in der Solarindustrie entsteht. Insgesamt stieg die Zahl der Beschäftigten das vierte Jahr in Serie um über 20 Prozent auf mittlerweile etwa 260.000.

Trotz der Pleiten von Unternehmen wie Solarworld und Phoenix Solar keimt in der deutschen Photovoltaikbranche nach Jahren des Absturzes wieder Zuversicht. Bei der Solarenergie (Solarwärme und Fotovoltaik-Strom) kam es 2017 immerhin zu einem Zuwachs von fünf Prozent in der Stromerzeugung. Guten Aussichten, dass sich der solare Jobmarkt bald wieder erholt. 

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