Windindustrie bietet bundesweit gute Jobchancen

Kategorie: Karriere-News | Quelle/Autor: BWE | Datum: 18. 04. 2017 |

Die deutsche Onshore- und Offshore-Windindustrie zählte 2015 insgesamt 143.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze und erwirtschaftete etwa 13 Milliarden Euro Umsatz. Die Windenergie ist damit von Bayern bis Schleswig-Holstein zu einem unverzichtbaren Arbeitgeber geworden. Dabei kam die Windenergie an Land auf insgesamt 122.400 Arbeitsplätze, 20.500 Beschäftigte zählte die Windindustrie auf dem Meer.

Im Gegensatz zu den drei Wachstumsjahren zuvor, verzeichnete die Branche 2015 erstmals einen Beschäftigungsknick von 4 Prozent. Dennoch bleibt die Windindustrie nach wie vor ein wichtiger Faktor am deutschen Beschäftigungsmarkt. Das ist das Ergebnis einer Studie der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) im Auftrag des Bundesverbands WindEnergie (BWE), der VDMA Power Systems und der Offshore-Wind-Industrie-Allianz (OWIA). Nach der Studie sank in der Produktion die Zahl der Beschäftigten leicht um 9.100, hingegen stieg sie im Bereich Wartung und Betrieb um 1.000 Mitarbeiter. Während die Windenergie an Land schwächelte, war 2015 für die Offshore-Windindustrie ein Wachstumsjahr mit einem personellen Zuwachs von 1.800 Beschäftigten (plus 10 Prozent).

Auffällig ist, dass von der positiven Entwicklung der Windenergie fast alle Bundesländer profitieren. Selbst Bundesländer, die einen deutlichen Nachholbedarf beim Zubau erneuerbarer Kapazitäten haben, sind im Bereich der Zulieferer aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Elektrotechnik und der IT-Industrie stark positioniert. Die Endfertigung der Anlagenhersteller erfolgt zwar überwiegend im Norden, die Zulieferindustrie hingegen verteilt sich auf alle Bundesländer mit den Schwerpunkten NRW, Baden-Württemberg und Bayern. Während sich Service und Betrieb für Offshore-Parks langfristig an der Küste angesiedelt haben, verteilen sich Betreiber und Onshore-Servicefirmen über das ganze Land. Somit schafft Windenergie Beschäftigung auch in Ländern wie Baden-Württemberg (9.490 Beschäftigte), Bayern (11.820) oder Sachsen-Anhalt (13.120). Selbst Windenergie auf See hat substanzielle Beschäftigungseffekte in Ländern wie Nordrhein-Westfalen (2.420 Beschäftigte), Bayern (1.440) und Baden-Württemberg (1.150) sowie im klassischen Onshore-Land Schleswig-Holstein (2.470).

Der Hauptteil der Beschäftigung steht mit 115.300 Jobs nach wie vor im direkten Zusammenhang mit Investitionen im Inland und dem Export von Windenergieanlagen und ihren Komponenten. In der Offshore-Windindustrie ist es gelungen, neben Turbinen auch erfolgreich Technologie für die Gründung und die Netzinfrastruktur zu exportieren. Damit wird Windenergie auch zum globalen Beschäftigungsfaktor. Für 2016 rechnen Arbeitsmarktexperten trotz der befürchteten Schwankungen wegen dem Aktionsdesing in der deutschen Windbranche mit einem doch recht stabilen Arbeitsmarkt und prognostizieren über 150.000 Beschäftigte – und dies bundesweit.

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