Netze als Jobmotor im Energiemarkt

Kategorie: Karriere-News | Quelle/Autor: EnergyRelations | Datum: 16. 09. 2016 |

Die kommenden 10 Jahre werden für Netzbetreiber spannend. Für die Energiewende und die Integration der erneuerbaren Energien werden neue Netze gebraucht, vorhandene Infrastrukturen müssen dringend modernisiert werden und die Digitalisierung der Netze gilt es auch noch zu bewältigen. Dafür suchen die Netzbetreiber die richtigen Fachkräfte und bieten vielseitige und teils ganz neue Perspektiven. Ohnehin gelten sie – die Netzbetreiber – als die eigentlichen Gewinner der Energiewende am Arbeitsmarkt.

Über 100 offene Positionen bieten allein die vier großen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) TenneT TSO, TransnetBW, Amprion und 50Hertz zusammen. Nicht anders sieht es bei den über 800 Verteilnetzbetreibern (VNB) in Deutschland aus. Beispielsweise bei Stromnetz Hamburg oder NetzeBW. Gesucht werden in 5o Prozent der Fälle Ingenieure und hier insbesondere Spezialisten in Elektro- und Energietechnik für den Netzumbau und -ausbau. Hinzu kommen Nachrichtentechniker für die Steuerung und Schutztechnik der Netze sowie IT-Sicherheitsexperten, die sich um die Sicherheit der neuen Smart Meter Gateways kümmern. Weitere Jobangebote finden sich dort, wo die entsprechenden Geschäftsmodelle bzw. Produkte für Lastanpassungen entwickelt werden. Gefragt sind zudem Fachleute, die den wirtschaftlichen Aspekt des Netzausbaus durchleuchten, neue Netzkonzepte entwickeln oder das Trassenmanagement koordinieren.

Hoch im Kurs stehen derzeit bei den Netzbetreibern ITK-Ingenieure und Energieinformatiker. Spezialisten, die die Steuerung eines Netzes und die Integration und Erzeugung von Energie unabhängig von einer bestimmten Technologie gelernt haben. Weil es davon aber zu wenig Experten auf dem Markt gibt, haben viele Energieunternehmen ihre Ausbildungskonzepte bereits an den künftigen Informations- und Kommunikationsanforderungen ausgerichtet und setzen bewußt auf die Kompetenzentwickung ihrer eignen Nachwuchskräfte. Studierenden im Bereich Elektrotechnik wird schon seit Jahren empfohlen, sich zusätzlich um IT-Kompetenzen zu kümmern. Andersherum sollten sich Informatiker, die ihre Zukunft im Energiemarkt sehen, mit Leittechnik und Speichersystemen beschäftigten.

Die nächsten 10 Jahre werden spannend für die Netzbetreiber! Der Aus- und Umbau des deutschen und auch des europäischen Netzes ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass die massiv steigende Erzeugung von Strom und Gas aus regenerativen Quellen die Kunden auch tatsächlich erreicht. Dabei wird es nicht nur darum gehen, rechtzeitig mehr und stärkere Netze zu bauen. Es wird auch darum gehen, Netze flexibler und intelligenter – „smart“ – zu machen. Neue Kompetenzen sind gefragt! Für Einsteiger und Aufsteiger bieten sich daher bei Netzbetreibern interessante Einsatzmöglichkeiten und spannende Aufgaben.

Mehr über die Netzinnovationen und den Strukturwandel im Netz lesen sie hier: https://www.bdew.de/internet.nsf/id/netzinnovationen-de