Erneuerbare Energie: Das Jobwunder bleibt aus

Kategorie: Karriere-News | Quelle/Autor: EnergyRelations/DGRV/innova | Datum: 02. 06. 2014 |

Zehntausende neue Jobs sollten die Erneuerbaren Energien schaffen. Stattdessen sinkt die Zahl der Beschäftigten um sieben Prozent auf 371.400 Arbeitsplätze. Allein die Solarbranche verliert die Hälfte ihrer Beschäftigten. Und so manche Stelle gibt es nur noch, solange die Subventionen aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) fließen.

371.400 Menschen arbeiteten 2013 in Deutschland im Bereich der Erneuerbaren Energien, sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem die Solarenergie schwächelt und verzeichnet einen Rückgang von 44 Prozent auf noch knapp 56.000 Beschäftigte. Verantwortlich dafür ist ein Einbruch um fast 62 Prozent bei den Investitionen und um 57 Prozent bei den neuinstallierten Photovoltaikanlagen. Auch im Bioenergie-Markt gehen die Beschäftigtenzahlen leicht zurück.

Als Jobmotor konnte im Vorjahr lediglich die Windenergie überzeugen. Beim Zubau von Onshore- und Offshore-Anlagen von knapp drei Gigawatt schaffte die Branche immerhin ein Plus von 16.000 Jobs und zählt heute 137.800 Beschäftigte. Leichte Zuwächse meldete auch die Geothermie sowie die öffentlich geförderte Forschung und Verwaltung. Größter Arbeitsmarkt für die 371.400 Beschäftigten bleibt aber nach wie vor der Anlagenbau (62 Prozent) und auch im Betrieb und der Wartung von Anlagen entstehen mehr und mehr neue Jobs.

Der überwiegende Anteil der Arbeitsplätze im Bereich der Öko-Energien hängt nach wir vor am Tropf der EEG-Beihilfen: Sieben von zehn Arbeitsplätze waren es 2013, also rund 261.500 Beschäftige. Einen nachhaltigen Effekt für den Arbeitsmarkt der Energiewirtschaft hat die Subventionierung der Erneuerbaren Energien offensichtlich noch nicht erzeugt. Schließlich stehen die „Öko-Jobs“ einem massiven Arbeitsplatzbau in der konventionellen Energieerzeugung gegenüber. Laut dem Bericht „Bruttobeschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland im Jahr 2013“, der im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie von den Instituten DLR, DIW, ZSW, GWS und Prognos erstellt wurde, sehen die Jobaussichten hierzulande in der erneuerbaren Energie-Branche auch für die nächsten zwei Jahre nicht rosig aus. Hoffnung verbreiten lediglich die steigenden Exportaktivitäten der deutschen Hersteller in die wichtigsten Wachstumsmärkte wie USA, China und Japan sowie in die Zukunftsmärkte für Erneuerbare Energien in Lateinamerika und Afrika.

Mehr Informationen zum Bericht finden Sie hier.