Wettlauf um Studiengänge mit Erneuerbaren Energien

Kategorie: Karriere-News | Quelle/Autor: Wissenschaftsladen Bonn | Datum: 16. 07. 2012 |

Energiewende, Offshore und Nachhaltigkeit sorgen für einen wahren Boom an Studienangeboten an den Hochschulen. Die Vorlesungen zu Photovoltaik, Windkraft oder Bioenergie vermitteln eine breitgefächerte Ausbildung mit hohem Praxisbezug. Die Kehrseite der Medaille: Master- und Bachelor-Studiengänge zu Erneuerbaren Energien sind vielfach überbucht. Wer zum Wintersemester 2012/2013 noch einen Studienplatz sucht, sollte sich beeilen.

Die Wahl eines Studienfachs mit Spezialisierung auf Erneuerbare Energien wird zunehmend attraktiver, schließlich gelten die beruflichen Perspektiven im Anschluss an das Studium bei Stadtwerken und Herstellern als sehr erfolgversprechend. Die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich Erneuerbare Energien soll nach Branchenangaben bis 2020 auf 500.000 steigen. Der Mangel an qualifizierten Fachkräften erhöht damit die Chancen und Wahlmöglichkeiten für Ingenieure und Techniker. Nicht nur deshalb ist auch das Interesse an den Studiengängen zu „grüner Energie“ recht groß. Viele Studienanfänger reizt die Kombination aus Technik, Energie und Nachhaltigkeit sowie die Aufbruchsstimmung der Energiebranche durch die Energiewende.

Obwohl es in Deutschland mittlerweile rund 380 Studiengänge und Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Erneuerbarer Energien gibt, übersteigen die Bewerberzahlen die Zahl der angebotenen Studienplätze – ein Novum im Bereich der technischen Fächer. An der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (FHTW) bewerben sich auf die 120 Studienplätze viermal so viele Studieninteressierte. An der Hochschule Aschaffenburg stehen für Erneuerbare Energien und Energiemanagement den 689 Bewerbungen mal gerade 45 Studienplätze gegenüber. 1200 Bewerber für 60 Plätze sind es in München und an der Hochschule Karlsruhe warten auf 406 Studienwillige nur 53 freie Studienplätze.

Eine Auswahl aktueller Studiengänge:

An der Fachhochschule Schmalkalden startet zum Wintersemester für angehende Maschinenbauer das neue Bachelorstudium „Renewable Resources Engineering“ mit dem Schwerpunkt Erneuerbare Energien und Seminaren zu Wind- und Wasserkraft.

Einen Studiengang im Bereich Offshore-Windparks bietet die Fachhochschule Kiel an. Neben den ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen stehen Seminare zur Belastbarkeit von Windrädern auf See auf dem Stundenplan.

Ebenfalls für Windenergie-Spezialisten ist der Offshore-Studiengang an der Universität Oldenburg. In dem neunmonatigen berufsbegleitenden Studium geht es um die Installation von Windrädern auf dem Meer und die Planung neuer Anlagen.

Die Technische Universität Darmstadt bietet zum Wintersemester den Master „Energy Science and Engineering“ an mit dem Schwerpunkten in Energiegewinnung und erneuerbare Energien wie z.B. Windkraft. Bewerber brauchen einen ersten Abschluss in einem ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Fach.

Für Elektrotechniker: Der siebensemestrige Studiengang „Elektrische Energietechnik“ an der Hochschule Offenburg mit Themen zu regenerativer Energiegewinnung und Einspeisung ins Netz. Auf dem Stundenplan steht neben Physik und Chemie auch Pädagogik.

Der Studiengang „Renewable Energy Design“ an der Fachhochschule Erfurt richtet sich an Landschaftsarchitekten, die lernen, wie Windräder und andere Energie-Technologien in ihre Umgebung integriert werden. Dazu gehören auch Vorlesungen zu Energieumwandlung und -speicherung.

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