Energieversorger setzen immer mehr auf digitalbasierte Produkte

Im digitalen Zeitalter müssen Energieunternehmen datenbasiert wirtschaften, sektorübergreifende Ökosysteme aufbauen und auf digitalen Plattformen agieren – etwa für Smart Home, Sektorenkopplung und Quartierkonzepte – und den CO2-„Fußabdruck“ digital managen. Die Corona-Pandemie hat der Energiewirtschaft einen zusätzlichen Digitalisierungsschub gegeben.

Die Bedeutung der digitalen Transformation ist klar auf der Agenda von Energieversorgern zu erkennen – sowohl für den Weg zur Klimaneutralität als auch für einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Das zeigt die Studie „Digital@EVU 2021“ von den Verbänden BDEW und VSE in Kooperation mit Kearney und IMP³ROVE. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Energieversorger ein starkes Umsatzwachstum von durchschnittlich 10 Prozent pro Jahr für digitalbasierte Angebote erwarten. Insbesondere digitalbasierte Angebote im Bereich von dezentralen Erzeugungsanlagen, automatisierter Stromhandel, Smart City, E-Mobilität und Energiemanagementlösungen für Kommunen und Industrieunternehmen sind auf dem Vormarsch.

Das insgesamt wichtigste digitalbasierte Geschäftsfeld sind dezentrale Erzeugungsanlagen, die bereits jetzt den höchsten Umsatz aller untersuchten Kategorien generieren. In diesem Bereich wird ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 10 bis 15 Prozent p.a. erwartet. Zu den stärksten Umsatztreibern zählt die E-Mobilität, für die im Durchschnitt das stärkste Wachstum von über 15 Prozent p.a. erwartet wird.

Eine hohe Aktivität der Branche wird zudem im Bereich der digitalen Kundenzentrierung gesehen: 87 Prozent der Unternehmen erwarten hier neue Anwendungsfälle. Digitale Kundenzentrierung umfasst verschiedene digitale Methoden und Tools, mit denen Kunden in Zukunft ein noch besserer Service geboten werden kann und individuellere Angebote gemacht werden können. Ein wichtiger Baustein dazu sind Cloud-Lösungen. Rund drei Viertel (77 Prozent) der Unternehmen gaben an, bereits heute Cloud-Services zu nutzen, weitere 17 Prozent planen die Nutzung in den kommenden drei Jahren. 

Die Gesamtergebnisse versprechen für 2022 spannende Trends und Chancen für die Energiewirtschaft. Die Bedeutung digitaler Transformation für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ist klar auf der Agenda erkennbar und die Corona-Pandemie wird das Bewusstsein für die Notwendigkeit und die Geschwindigkeit für Digitalisierung wohl noch weiter verstärken.

Die Studie Digital@EVU 2021 finden Sie unter folgendem Link: https://www.bdew.de/service/publikationen/digitalevu-2021-energieversorger-setzen-auf-digitalbasierte-produkte/

Quelle: BDEW